Vatermörders Erlösung

C.J. Cherryh: Faery in Shadow

Wie die Ealdwood-Sequenz spielt auch dieser Fantasy-Roman in einer keltisch-schottischen Grenzwelt zwischen dem Land der Menschen und dem der Elben.

Handlung

Caith mac Sliabhan, auf dem wegen Vatermordes ein Bann liegt und der daher auf seinen Wanderungen die Menschen meiden muß, hilft trotz des Elfenbanns, der auf ihm liegt, einem seltsamen jungen Paar in einer Waldhütte, das von sich behauptet, Mann und Frau zu sein, aber aussieht wie Zwillinge. Sie leben ebenfalls unter einem Bannfluch - dem einer Hexe, der Zauberin von Dun Glas.

Begleitet wird Caith von einem der niederen Elben, einem Puka und Gestaltwandler: Dubhain. Als die Hütte des jungen Paars von Männern der Hexe niedergebrannt und die junge Frau, Firinne, entführt wird, hilft Caith dem jungen Mann, Ceannann.

Wenig später wird auch Ceannann gefangengenommen, doch Caith, der sich aus dem Staub machen könnte, muß den beiden auf Geheiß des Hochelben Nuallan helfen. Zusammen bestehen Caith und Dubhain gegen die Hexe ein irres Abenteuer.

Fazit

Von manchen Lesern ob seines Pessimismus kritisiert, ist "Faery in Shadow" dennoch klassisches Fantasy-Lesefutter, nur eben im typischen Cherryh-Ton und damit nicht eben leicht verdaulich. Der Charakter von Caith, dem Mörder und Verbannten im Exil, ist ebenso hervorragend herausgearbeitet wie der des quecksilbrigen Puka Dubhain. Die Magie von Natur, Elben und Hexen kommt sehr deutlich in den düsteren Gedanken und Gefühlen des Vatermörders Caith zum Ausdruck - dies verleiht dem Buch eine ganz eigene Stimmung. Somit ist "Faery in Shadow" vielleicht der erste Vertreter der modernen "Dark Fantasy", in der auch Elemente des Horrors auftauchen.

Michael Matzer © 2000ff

Info: Faery in Shadow, 1994; 310 Seiten, ISBN 0-345-37279-4.

 

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