Red Shift 1.2
Schon der optischen Eindruck, den die Bedienoberfläche vermittelt, besagt: Du solltest ein wenig Ahnung haben, bevor Du Dich an dieses Programm traust. Der Bildschirm, der die Himmelsobjekte zeigt, wird umrahmt von digitalen Anzeigefeldern (zu- und abschaltbar), die zahlreiche Parameter für die Darstellung bereitstellen: Zeit, Datum, Standort, Rektaszension, künstlicher Horizont usw. Diese Instrumente würde man an einem Planetarium oder an Bord eines Space Shuttle wohl auch finden, überfordern jedoch den Laien, der nur "mal Sterne gucken" möchte. Das Planetarium ist steuerbar und kann mit Berechnungsgrundlagen für Konstellationen aufwarten, die von der NASA und den Russen kommen.
Reizvoller sind da sicherlich die Foto- und die Videogalerien, die visuelle Führungen, mit Texterläuterungen umrahmt, auf Himmelskörpern und im Sonnensystem selbst bieten. Andere galaxien kommen nur als Bestandteil des Hintergrundes vor. Immerhin enthalten die Videos und Computeranimationen der NASA 15 Minuten lehrreiches Material. Rund 300.000 Himmelskörper lassen sich darstellen, es stehen detaillierte Karten von den Oberflächen von Erde, Mond und Mars zur Verfügung. Wer Lust hat, kann Simulationen von Sternenbahnen usw. als QickTime-Video aufnehmen und weitergeben. In der Deluxe-Edition wurden "Red Shift" ein Soundtrack und ein Franckh-Kosmos-Buch beigelegt, welches allerdings im Juni 1996 seine Aktualität verlor.
Preise jeweils für Win & Mac: Standardedition 149 DM, Deluxe-Edition 179 DM, Red Shift Suite Audio-CD 24,90 DM, Ullstein SoftMedia, München.
Michael Matzer (c)1996ff