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C.J. Cherryh: Weltenjäger

Ein früher, einzeln stehender SF-Roman, indem sich bereits Cherryhs Stärken zeigen: glaubwürdige Weltkonstruktion in jeder Hinsicht, keine einfachen Lösungen und keine Moralpredigten oder Belehrungen. Ein Maßstab für andere SF-Autoren.

Handlung

Die Iduve sind die älteste raumfahrende Rasse in der Galaxis. Seit zehntausend Jahren durchstreifen sie mit ihren gigantischen Raumschiffen die Weiten des Alls. Selten gehen sie auf Planeten nieder, und wenn sie dies tun, dann nehmen sie sich, was sie haben wollen - Produkte, Rohstoffe, Sklaven -, und niemand wagt es, sich ihren Wünschen zu widersetzen, denn das Leben anderer Rassen bedeutet ihnen nichts. Sie löschen unerbittlich ganze Planetenbevölkerungen aus, wenn ihnen der Sinn danach steht oder wenn es ihnen als ein geschickter Schachzug bei den Ehrenhändeln erscheint, in die die Clanschiffe ständig untereinander verstrickt sind.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Geschichte von Aiela, einem jungen Kalliraner, der auf das Clanschiff "Ashanome" verschleppt und in die Dienste der Iduve gepreßt wurde. Durch ein Implantat in seinem Gehirn mit einer schiffsgeborenen Kalliranerin und Daniel, einem versklavten Menschen, zu einer geistigen Einheit verbunden, soll er als Waffe gegen einen abtrünnigen Iduve verwendet und dann weggeworfen werden. Doch Aielas Mut und Daniels Unbeugsamkeit ringen selbst den herrischen Iduve Achtung ab. Dummerweise lösen die Iduve mit ihrem Manöver einen Krieg aus, der fast dazu führt, daß eine komplette Welt vernichtet wird.

Fazit

Eine altmodische Space Opera, die sich allerdings mehr auf die exotischen Bräuche der Aliens statt auf Technologie konzentriert. Insbesondere interessiert sich die Altphilologin Cherryh für die fremde Sprache der Iduve. Das Buch erlaubt es dem Leser, sich selbst als Alien, quasi von außen zu betrachten und so ein wenig zu relativieren. Leider packt Cherryh viel zu viel Stoff - es geht um drei Spezies! - in zuwenig Seiten.

Michael Matzer ©2000ff

Info: Hunter of Worlds, 1977; Heyne 1980, Nr. 06/3772, München; ca. 285 Seiten, DM 6,80, aus dem US-Englischen übertragen von Irene Holicki; ISBN 3-453-?

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