Zehn Generationen in der Hölle
C.J. Cherryh: 40.000 in Gehenna
Ein selbständiger Roman aus dem Allianz-Union-Universum von Cherryh.
Handlung
Man hat sie nach Gehenna (arabisch für "Hölle") verschifft, einen kaum erforschten erdähnlichen Planeten in einer neutralen Zone der Galaxis: 40.000 Männer, Frauen und Kinder. Es war von Anfang an eine illegale Aktion gewesen, um vollendete tatsachen zu schaffen und territorialansprüche zu ergaunern. Man dachte gar nicht daran, die Siedler zu unterstützen - ein paar würden schon überleben, schließlich hatte man ihnen von Bändern im Tiefschlaf vielfältiges Wissen einflößen lassen.
Die alleingelassenen Kolonisten sind verzweifelt. Der Nachschub bleibt aus. Die einheimische Fauna, echsenähnliche Wesen mit unterirdischer Lebensweise, als harmlos eingestuft, erweisen sich als habwegs intelligent, äußerst schwierig und zunehmend aggressiv.
Bald zerfällt die Kolonie in zwei Lager: Das eine verharrt in einer Art Brückenkopf-Mentalität, igelt sich ein und hofft weiter auf Hilfe von draußen; das andere versucht mit der einheimischen Ökologie zurechtzukommen und sich anzupassen; doch diese Anpassung bedeutet, auf einen Teil des Menschseins zu verzichten. Und während zehn Generationen kann sich der Mensch deutlich verändern...
Fazit
Glaubwürdiger Weltenbau und Charaktere, spannende Handlung - vielleicht der beste Roman in der Union-Allianz-Reihe von Cherryh.
Das reißerische Titelbild der deutschen Ausgabe gehört zum scheußlichsten, das es je auf dem Buchmarkt gegeben hat! (Wen's interessiert: Eine der Alien-Echsen scheint eine nackte weiße Frau zu vergewaltigen.)
Michael Matzer © 2000ff
Info: Forty Thousand in Gehenna, 1983; Heyne 1986, Nr. 06/4263, München; 461 Seiten, DM 9,80, aus dem US-Englischen übertragen von Thomas Schichtel; ISBN 3-453-31242-2.
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