Durch das Weltall...

Microsofts "Space Simulator"

In die Tiefen des Weltalls (schubiduwah ... ) kann der Anwender des Microsoft Space Simulator abbrausen, den es seit Dezember [1995] für 130 Mark auf Diskette (und nicht, wie irrtümlich gemeldet, auf CD-ROM) für den PC gibt. Mit einer realistischen, meist dreidimensionalen Simulation von Raumfahrt und Astronomie eröffnet sich ein zugleich unterhaltsamer und lehrreicher Weg zur Erkundung des Kosmos. Wie schon im Microsoft Flight Simulator wählt der Benutzer eines der zahlreich angebotenen Flugvehikel, z.B. ein Space Shuttle oder einen Raumjäger, aus und steuert dieses auf vorgegebenen oder frei wählbaren Flugbahnen. Er kann vom Shuttle oder einer Raumstation aus einen Weltraumspaziergang unternehmen. Soll der Benutzer ein bestimmtes, genau vorgegebenes Manöver - zum Beispiel ein Andockmanöver - ausführen, gibt es bei der Mission Punkte zu holen. Dafür stehen realistisch gestaltete Kontrollinstrumente für den geübten Anwender zur Verfügung, für den Anfänger aber auch ein Autopilot und Flightcomputer.

Der Space Simulator enthält ein genaues Modell unseres Sonnensystems. Im interaktiven Programmteil fliegt der Anwender als Astronaut zu Monden, Planeten, Kometen, Sternen und Asteroiden. Die verwendeten Bilder von Planeten, Monden (Videos, Fotos und Grafiken) und Umlaufbahnen (Modellgrafiken) stammen aus dem Forschungslabor des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena. Die Bilder vermitteln einen genauen und äußerst realistischen Eindruck von der Umgebung, in der sich der Anwender in der Simulation befindet. Lediglich die Forschungsstation auf dem Mars wurde komplett im Computer entwickelt. Man würde sich wünschen, daß die Videos ein wenig länger wären, aber dazu müßte Microsoft eine eigene CD-ROM produzieren, um die dafür erforderliche Datenmenge unterzubringen.

Als Einstieg in das Programm bietet sich die integrierte, selbstablaufende Demo an, die die zahlreichen Features des Programms auf eindrucksvolle Weise vorführt. Die Details erklärt die Online-Hilfe wie auch das rund 260 Seiten starke »Handbuch für den Sternenpiloten«. Na, wenn sich da nicht jeder SF-Fan angesprochen fühlt. -

Info: Die Systemvoraussetzungen sind nicht von Pappe, stellen aber die meisten modernen PCs vor keine unlösbaren Probleme (schließlich will Microsoft ja etwas verdienen): MS-DOS 5.0 oder höher sollte installiert sein; »Space Simulator« benötigt 15 MB auf der Festplatte, 550-560 KByte konventionellen Speicher sowie 768 KB bis 2 MB EMS-Speicher. Um diese Speichermenge zu erhalten, sind die Startdateien umzukonfigurieren, am besten, indem man die die »dicksten« momentan nicht benötigten Treiber deaktiviert.

Michael Matzer (c)1996ff

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